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Die Pfarre und Pfarrkirche
Die Pfarre wurde zum ersten Mal im Jahre 1292 in einer Urkunde genannt. Damals bestätigte Bischof Bernhard von Passau die Teilung der Pfarre Gramastetten, zu der die Kirche zu Weißenbach als Filiale gehört hatte. 320 Jahre lang war in der Folge Weißenbach eine Filialpfarre der gleichzeitig neu errichteten Pfarre Leonfelden. Als selbstständige Pfarre des Stiftes Wilhering scheint Weißenbach seit dem Jahre 1613 auf . Schon im 11. Jahrhundert soll es in Weißenbach eine Kirche oder Kapelle mit dem Namen Gotteshaus der allerheiligsten Dreifaltigkeit gegeben haben. Die jetzige Pfarrkirche, die den heiligen Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist, entstand in mehreren Bauetappen. Im 15. Jahrhundert wurde ein Kirchenraum um den heutigen Marienaltar geschaffen, der Turm war freistehend. Zwei vermutlich romanische Kapitelle binden im gotischen Teil der Kirche als Konsolen die Kreuzrippen in die Mauern ein. Die erste bauliche Veränderung wurde in den Jahren 1680 bis 1683 durchgeführt, 1737 erhielt der Turm seine heutige Höhe und Form, in den Jahren 1795, 1817 und 1945 bis 1948 wurde die Kirche immer wieder baulich verändert und erweitert. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die beiden Altäre der Pfarrkirche beschafft. Der Hochaltar stammt von Professor Pfaffenbichler von der Holzfachschule Hallstatt. 1943 war er bis auf die Vergoldung fertig. Frauen spendeten ihren Schmuck, um diese Vergoldung zu ermöglichen. 1948 wurde er in der umgebauten Kirche aufgestellt. Der Marienaltar, eine Darstellung der Krönung Mariens, wurde 1944 von Schloss Würting bei Wels angekauft. Im Jahre 1954 schuf der Grafiker Gerhard Letzbor zum Andenken an seine tödlich verunglückte Frau das linksseitige Fresko im Kirchenschiff, in dem die heilige Notburga die unverkennbaren Gesichtszüge der Verunglückten trägt. Die letzte bauliche Veränderung und Generalsanierung der Pfarrkirche wurde in den Jahren 1984/1985 durchgeführt.
Es wurden ein Windfang und ein weiterer Zubau errichtet, die Kirchendecke völlig erneuert und der Innenraum neu gestaltet. Die derzeitige Orgel mit ihren 22 Registern und 1382 Pfeifen stammt von Orgelbaumeister Gollini aus Wien und wurde 1982 geweiht.
















